„Die KI nimmt uns die Arbeit weg“, heißt es oft. Doch in der Praxis passiert genau das Gegenteil: Wer KI beherrscht, erledigt seine Arbeit um ein Vielfaches schneller als die anderen – und dieser Unterschied wächst überall im Alltag, bei E-Mails, beim Erstellen von Unterlagen, beim Protokollieren, beim Aufräumen von Daten. Dieser Kurs fasst in sieben Kapiteln das „KI-Arbeiten“ zusammen, das diesen Unterschied ausmacht – so, dass Sie ohne Spezialkenntnisse noch heute damit anfangen können.

Das werden Sie in diesem Kurs können

Das Ziel: „die tägliche Arbeit in der halben Zeit erledigen“

Routineaufgaben laufen viel schneller
E-Mails, Protokolle, Unterlagen, Daten aufräumen – die KI übernimmt die Vorarbeit Ihrer täglichen Aufgaben.
Sie nutzen sie sicher
Sie verstehen den Umgang mit vertraulichen Daten und internen Regeln – und wo die Grenzen liegen.
Weiter zur Stufe „delegieren“
Vom einzelnen Auftrag bis zu der Arbeitsweise, bei der Sie einem KI-Agenten ganze Abläufe übergeben – Sie bekommen den Überblick.

Warum gerade jetzt „KI am Arbeitsplatz“

Die Zeit, die wir bei der Arbeit mit KI-Werkzeugen verbringen, nimmt Jahr für Jahr deutlich zu. Eine Untersuchung (DeskTime, 2026) berichtet, dass die für KI-Werkzeuge aufgewendete Arbeitszeit weiterhin in einem Tempo von etwa dem Dreifachen gegenüber dem Vorjahr wächst. Das ist längst keine Sache mehr allein für einige Vorreiter-Unternehmen: KI hält in ganz normalen Büros, bei ganz normalen Aufgaben Einzug.

Mitten in dieser Entwicklung entsteht der eingangs erwähnte Unterschied zwischen „denen, die KI nutzen, und denen, die es nicht tun“. Das Tückische daran: Dieser Unterschied ist kaum sichtbar. Zwei Menschen sitzen in derselben Besprechung, bekommen dieselbe Unterlage aufgetragen – doch der eine hat in fünf Minuten einen Entwurf, der andere schreibt eine Stunde lang aus dem Nichts. Summiert sich das über einen Tag, eine Woche, ein Jahr, entsteht ein kaum noch aufholbarer Abstand.

😓 Arbeiten ohne KI

Aus dem Nichts schreiben, bei null recherchieren, alles von Hand ordnen. Der Großteil der Zeit geht für „Handarbeit“ drauf – zum Nachdenken bleibt nichts.

🚀 Arbeiten mit KI

Die KI erledigt die Vorarbeit (den Rohentwurf), der Mensch konzentriert sich auf Prüfen und Entscheiden. Die Handarbeit halbiert sich, und es bleibt mehr Zeit zum Denken.

Wichtig ist: Dafür braucht es kein Programmier- oder IT-Fachwissen. Nötig ist nur zu wissen, „welche Aufgabe man wie an die KI übergibt“. Genau das ist das „KI-Arbeiten“, das Sie in diesem Kurs lernen.

Drei Grundhaltungen – die Hauptrolle spielen Sie

Bevor wir zu den konkreten Techniken kommen, sollten wir drei Grundhaltungen verinnerlichen, mit denen die Zusammenarbeit mit KI gelingt. Ob Sie sie kennen oder nicht, macht einen großen Unterschied im Ergebnis.

① Die KI ist eine „fähige Assistenz“

Sie entwirft alles Mögliche, aber bei blindem Abwälzen kommt nichts Gutes heraus. Je mehr Sie Ziel, Hintergrund und Format mitgeben, desto genauer wird das Ergebnis. Anweisen tun Sie.

② Am Ende prüft immer ein Mensch

Die KI mischt mitunter plausibel klingende Unwahrheiten (Halluzinationen) unter. Zahlen, Eigennamen und Fakten nie ungeprüft übernehmen, sondern stets nachprüfen.

③ Klein anfangen und sich gewöhnen

Streben Sie nicht nach Perfektion, sondern geben Sie eine einzige heutige Aufgabe an die KI. Das Erfolgserlebnis bringt die nächste Anwendung von selbst mit.

💡 Nicht „die KI nimmt mir die Arbeit weg“, sondern „ich gebe der KI die Kleinarbeit“. Die Hauptrolle bleibt bei Ihnen. Die KI ist ein Werkzeug, das Ihre Zeit von der Handarbeit befreit und Sie auf das konzentrieren lässt, was nur Menschen können – entscheiden, mit Menschen umgehen, planen. Wer von Grund auf einsteigen möchte, dem sei auch der Einsteigerkurs „Was ist KI?“ empfohlen.

Vor dem Loslegen – interne Regeln und Datenschutz

Vor aller Effizienz steht die Sicherheit. Wer aus Bequemlichkeit vertrauliche Daten ungeschützt eingibt, riskiert ein Datenleck. Die folgenden drei Punkte sollten Sie sich von Anfang an einprägen.

🚫 Daten, die nicht hinein dürfen

Personendaten von Kunden, unveröffentlichte Geschäftsgeheimnisse, Passwörter. Grundregel: „Was nicht nach außen gelangen darf, gibt man nicht ein.“

📋 Die Firmenregeln prüfen

Welche Werkzeuge und Zwecke erlaubt sind, ist von Betrieb zu Betrieb verschieden. Prüfen Sie zuerst die internen Richtlinien.

✅ Training deaktivieren

Für die berufliche Nutzung ist eine Einstellung, die Eingaben nicht zum Training verwendet, oder eine Business-Version sicherer. Prüfen Sie die Einstellungen einmal durch.

⚠️ Im Zweifel nicht eingeben. Bei Daten, über die Sie unsicher sind, halten Sie kurz inne, bevor Sie sie der KI übergeben. Ausführlich dazu: Daten, die man nicht in KI eingeben darf und KI-Nutzungsrichtlinien für Unternehmen. Nur wer sicher arbeitet, hat von der Effizienz etwas.

Was Sie in diesem Kurs lernen

Der Kurs umfasst sieben Kapitel. Er ist so aufgebaut, dass er die im Arbeitsalltag häufig anfallenden Aufgaben thematisch geordnet „mit KI beschleunigt“. Sie können auch mit dem Kapitel beginnen, das Sie am meisten interessiert.

KAPITEL 2
Texte, E-Mails, Chat

Antworten, Ankündigungen, höfliche Entwürfe im Nu.

Zu Kapitel 2 →
KAPITEL 3
Besprechungen, Protokolle, Zusammenfassungen

Von der Transkription bis zu Kernpunkten und To-dos – automatisiert.

Zu Kapitel 3 →
KAPITEL 4
Unterlagen und Folien erstellen

Struktur, Rohentwurf und Umsetzung in Folien im Schnelldurchlauf.

Zu Kapitel 4 →
KAPITEL 5
Daten, Tabellenkalkulation, Analyse

Formeln, Auswertungen, Trends erkennen – mit der KI besprechen.

Zu Kapitel 5 →
KAPITEL 6
Recherche und Informationssuche

Informationen sammeln, vergleichen und absichern – effizient.

Zu Kapitel 6 →
KAPITEL 7
Mit KI-Agenten delegieren

Vom einzelnen Auftrag zur Arbeitsweise, die ganze Abläufe übergibt.

Zu Kapitel 7 →

Der erste Schritt – ein 5-Minuten-Erlebnis

Statt Theorie: erst einmal ausprobieren. Mit ChatGPT, Claude oder Gemini können Sie es alles kostenlos testen. Wählen Sie eine Aufgabe von heute und bitten Sie so:

Ein einziger Satz genügt zum Beispiel

„Formuliere eine höfliche E-Mail an einen Geschäftspartner, in der ich darum bitte, das Treffen nächste Woche um 30 Minuten nach hinten zu verschieben. Der Empfänger ist eine Ansprechperson, mit der wir seit Langem gut zusammenarbeiten.“

Sehen Sie sich den Text an und bitten Sie einfach nach: „Etwas lockerer“ oder „Füge kurz einen Grund hinzu“ – schon bessert die KI es an Ort und Stelle nach. Genau dieses Gefühl, im Dialog zum Ergebnis zu kommen, ist die Grundlage des KI-Arbeitens.

✅ Wie man gut bittet, ab Kapitel 2. Wenn Sie unsicher sind, welches Werkzeug Sie wählen sollen, hilft ChatGPT, Claude oder Gemini – welches wählen?; die Unterschiede der kostenlosen Kontingente zeigt der Vergleich der Gratis-Tarife.

Das Wichtigste dieses Kapitels
  • Die KI-Nutzung am Arbeitsplatz wächst jährlich im dreifachen Tempo. Der Unterschied zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern zieht sich durch den Alltag.
  • Drei Grundhaltungen – ① Die KI ist eine fähige Assistenz (nicht blind abwälzen), ② am Ende prüft ein Mensch, ③ klein anfangen. Die Hauptrolle spielen Sie.
  • Vor der Effizienz steht die Sicherheit – keine vertraulichen Daten eingeben, interne Regeln prüfen, Training deaktivieren.
  • Der Kurs umfasst sieben Kapitel und führt aufgabenweise von E-Mail über Protokolle, Unterlagen, Daten und Recherche bis zum Einsatz von Agenten.

Dann fangen wir an. Zunächst mit dem, was am häufigsten vorkommt: Kapitel 2 „Texte, E-Mails und Chat beschleunigen“. Schreiben Sie eine E-Mail von heute einmal gemeinsam mit der KI.